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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 212: Früchte einmachen, Cornelius-Kirschen
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die Stiele zuvor bis auf ein Viertel abgeschnitten hat. Man nimmt am liebsten die
großen Augustkirschen und frühe Weichselkirsche dazu. Auf 2 Nößel
Essig rechnet man 1 Pfund Zucker. Nach 8 Tagen kocht man den Essig noch einmal auf
und gießt ihn, abermals erkaltet, auf die Kirschen.
Cornelius-Kirschen (Kornelkirschen) oder Herlitzen
Welche häufig an Hecken wachsen, schmecken auf diese Art eingemacht, wenn sie
reif, jedoch noch nicht teigig sind, ebenfalls recht schön.
Johannisbeeren mit Zucker überzogen
Man sucht hierzu die schönsten und vollkommensten Trauben aus, schwenkt sie
ganz trocken in einer Kasserolle, worin man einige Löffel geläuterten
Zucker getan, wälzt sie dann in fein gesiebtem Zucker herum, legt sie auf ein
Sieb und läßt sie in der Wärme trocknen. Sie geben ein schönes
Dessert, müssen jedoch bald verspeist werden.
Eingemachte Stachelbeere
Man setzt die Beeren mit kaltem Wasser auf, läßt sie bis ans Kochen kommen,
hebt sie dann ab und läßt sie in dem heißen Wasser noch ein Weilchen
stehen. Dann gießt man sie ab, läßt sie ablaufen und in geläutertem
Zucker, (auf 2 Pfund Beeren 1 Pfund Zucker,) wieder aufkochen, schöpft sie
dann mit dem Schaumlöffel in eine Terrine, wiederholt dieses mehrere Tage ohne
die Beeren jedesmal mitzukochen, bis alles Wässerige verdunstet ist und die
Brühe zu einem dicken Sirup eingekocht ist. Kocht man diesen das letzte Mal
auf, so gießt man einige Gläser Rum
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