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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 456: Kuchen, Himbeerkuchen
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Teig darauf, drückt ihn mit der Hand auseinander, und läßt ihn noch
einmal gehen. Ist er reif, so schneidet man in der Mitte kreuzweise Striche oder
Muscheln mit dem Messer darein, bestreicht den Kuchen mit einem Ei, bestreut ihn
in der Mitte mit Salz und Kümmel, und bringt ihn gleich in den Ofen.
Himbeerkuchen
Zu einem mittleren Kuchen setzt man eine halbe Maß verlesene Himbeeren mit
einer Hand voll gestoßenem Zucker in einem reinen Geschirr auf schwache Kohlen,
kocht sie nur ein wenig, ohne darin zu rühren, tut sie auf eine kleine Platte,
daß sie kalt werden, bestreicht das Blech zu dem Kuchen mit Butter, bestreut
es mit Semmelmehl, legt ein Blatt von gutem Butterteig bis an den halben Rand darein,
die abgekühlten Himbeeren darauf, rührt ein Viertelpfund Butter mit 6
Eigelb zu einer leichten Masse, nimmt 4 Loth geschälte und zart gestoßene
Mandeln nebst einem großen Eßlöffel voll Semmelmehl dazu, rührt
es noch ein wenig damit, eine Hand voll gestoßenen Zucker, 1 Quint gestoßenen
Zimt und 3 Eßlöffel voll süßen Rahm daran, schlägt das
Weiße von 4 Eiern zu Schaum, rührt ihn kurz vor dem Einfüllen der
Masse darein, und backt den Kuchen langsam. Er ist für 6 Personen groß genug.
Himbeerkuchen auf andere Art
In einem halbpfündigen Gugelhupf-Model läßt man eine halbe Maß verlesene
Himbeeren mit einer Hand voll gestoßenem Zucker in einer messingnen Pfanne
ein wenig anziehen, schüttet aber
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