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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 460: Kuchen, Kirschenkuchen
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Quint gestoßenen Zimt, nebst 4 gestoßenen Nägelein darunter, bestreicht
einen Schneckenmodel mit Butter, bestreut ihn mit Semmelmehl, tut 2 Pfund abgezupfte
Kirschen in die Masse, füllt sie gleich in den Model, und backt den Kuchen.
Kirschenkuchen dritte Art
Man reibt 2 Kreutzerwecken ab, schneidet sie von einander, weicht sie im Wasser,
schält ein Viertelpfund Mandeln, schneidet solche nebst 2 Loth Zitronat, eben
so vielen Pomeranzenschalen, und die Schale von einer halben Zitrone zart und länglich,
stößt ein halbes Loth Zimt und 1 Quint Nägelein grob, drückt
den eingeweichten Weck fest aus, dämpft ihn in anderthalb Viertelpfund (12
Loth) frischer Butter, läßt ihn in einer tiefen Schüssel erkalten,
schlägt hierauf 6 bis 7 Eier daran, tut ein Viertelpfund gestoßenen Zucker
dazu, rührt ihn nur eine Viertelstunde, dann das Geschnittene und grob gestoßene
Gewürz darein, und 2 Pfund, auch mehr, abgezupfte Kirschen darunter. Hat man
eine metallene oder eiserne Kachel, so wird ein Stücklein Schmalz darin heiß gemacht,
eine Hand voll Semmelmehl darein getan, ein Deckel mit Kohlen darüber gesetzt,
und langsam gebacken. Kommt aber der Kuchen in einen Backofen, so wird der Model
stark mit Butter bestrichen, mit Semmelmehl bestreut, und die Masse darein gefüllt.
Gerührter Kirschenkuchen
Man rührt 8 Eier mit einem halben Pfund gesiebtem Zucker eine halbe Stunde
in einem Hafen, reibt 8 Loth Schwarzbrot mit Brosamen und Rinde ab, feuchtet es
mit ein paar Eßlöffeln
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