|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 457: Kuchen, Kuchen von Johannisbeeren
|
|
| |
kein Wasser daran, weil die Himbeeren wäßrig sind, tut sie hierauf auf
eine Platte, damit sie kalt werden, nimmt ein Viertelpfund geriebenes Brot, ein
Viertelpfund geschälte und zart gestoßene Mandeln nebst 4 Loth gestoßenem
Zucker in eine tiefe Schüssel, und rührt dies mit 6 Eiern eine starke
Viertelstunde. Wird die Masse zu dick, so tut man noch ein paar Eigelb daran, schneidet
2 Loth Zitronat, eben so viel Pomeranzenschalen und die Schale von einer halben
Zitrone so fein als möglich, nimmt das Geschnittene nebst einem Quint gestoßenen
Zimt auch in die Masse, bestreicht den Schnecken-Model stark mit Butter, bestreut
ihn mit geriebenem Brot, tut die halbe Masse darein, die gekochten Himbeeren darüber,
die übrige Masse darauf, und backt den Kuchen gleich. Frische Himbeeren können
auch dazu genommen werden, wenn sie zuvor mit einer Hand voll gestoßenem Zucker
eine Viertelstunde gebeizt worden sind.
Kuchen von Johannisbeeren
Man bestreicht ein Kuchenblech von mittelmäßiger Größe, bestreut
es mit Mutschelmehl, belegt es mit gutem Butterteig, aber nicht weit herauf, rührt
ein halbes Pfund geschälte und zart gestoßene Mandeln nebst eben so viel
gesiebtem Zucker mit einem zuvor geschlagenen Schaum von 8 Eiweiß eine Viertelstunde,
zupft so viele Johannisbeeren ab, als der Boden erfordert, streut eine Hand voll
gestoßenen Zucker darüber, und läßt sie eine Zeitlang in einem
Geschirr stehen, füllt alsdann die Hälfte von der gerührten Masse
in den Boden, die Johannisbeere darüber,
|
|
|
|
|