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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 455: Kuchen, Hefenkuchen
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nichts oben darauf kommt, und backt ihn in einem nicht zu heißen Ofen. Nun
wird die zurück gebliebene Sauce von den Äpfeln durch einen Schaumlöffel
gegossen, Zucker (4 Loth) und ein Trinkglas voll Wein dazu getan, und dieses so
lange auf Kohlfeuer gekocht, bis es wie ein Sirup ist, dann werden die Äpfel
nach dem Backen damit bestrichen, daß sie eine Glace (Eis) bekommen, und nun
aufgetragen.
Guß-Kuchen
Man bestreicht ein Apfelkuchen- oder Potageblech mit Butter, legt es mit Oblaten
aus, rührt ein halbes Pfund gesiebten Zucker mit 3 Eiweiß eine Viertelstunde,
schneidet 2 Loth Zitronat und die Schale von einer halben Zitrone länglich,
und 6 Loth geschälte Mandeln nur der Breite nach von einander, rührt alles
Geschnittene nebst 1 Loth feinem Mehl und dem Saft von einer halben Zitrone an den
Zucker, füllt die Masse auf die Oblaten, und läßt sie nur langsam
backen.
Zu einem Hefenkuchen
nimmt man 4 Pfund feines Mehl in eine Schüssel, rührt das innere Mehl
mit 4 Eßlöffeln guter Hefen und einem Schoppen warmer Milch an, läßt
den Teig gehen, bis er reif ist, schneidet ein Pfund frische Butter darein, rührt
6 Eier, etwas Salz und laue Milch daran, und schafft den Teig mit der Hand so lange,
bis er zäh ist, und sich ganz von der Hand losschält. Alsdann läßt
man ihn wieder gehen, bestreicht einen Bogen Papier mit Butter, legt den gegangenen
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