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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 44: Rindfleisch, Beefsteak
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kühlen Orte, wo sich das also bereitete Fleisch monatelang hält. Willst
du es gebrauchen, so öffne den Deckel des Topfes, hebe die Fettscheibe ab,
welche sich über dem Fleische gebildet und es erhalten hat, laß sie in
einem Tiegel zergehen, und röste sie mit Mehl schön hochbraun. Setze das
Fleisch indes mit seiner Brühe an's Feuer, gieße die Letztere, sobald
sie heiß ist, durch, quirle sie mit dem Mehle zusammen, würze die Sauce
nach Belieben mit Kapern, Pilzen, Zucker, Zitronenscheiden, Sardellen kleinen Rosinen
und zerschnittenen Mandeln, und richte sie mit dem Fleische an.
Es ist dieses für den Fall, daß man noch spät gegen Mittag, unverhoffte
Gäste bekommt, wo ein frisches Stück Fleisch nicht mehr weich wird, ein
schönes Essen, und es genügt, wenn man eine gute Suppe, Fisch, Schinken
oder Schlackwurst mit Gemüse oder sauren Gurken, eine gute Mehlspeise und ein
schickliches Dessert dazu gibt, als ein anständiges Mittagsbrot; weshalb es
für Haushaltungen, wo öfters unverhoffte Gaste zusprechen, besonders auf
dem Lande ratsam ist, sich dieses Boeuf à la mode, stets vorrätig zu
halten.
Beefsteak
Man schneidet schönes kurzes Fleisch, am liebsten von dem sogenannten Hasen,
unter den Nieren, roh in Scheiben; wälzt diese in klar gehackten, mit etwas
Salz und gestoßenem Pfeffer durchmengten Zwiebeln, hackt es mit dem Messer
auf beiden Seiten kreuzweise durch, und brät die Stückchen unter fleißigem
Begießen auf dem Roste, oder in einem breiten flachen Tiegel, in welchem Falle
man noch beliebige Speckstreifen daran schüttet und so viel Fleischbrühe
hinzu gießt, daß es eine kurze sämige Brühe wird.
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