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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 401: Gelee, Creme und Kompott, Gelee von Kirschen
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dann in Flaschen, und behält sie im Keller auf, bis man davon braucht.
Will man im Winter eine Gelee davon machen, so klopft man 1 auch 2 Loth Hausblasen,
schneidet sie klein, kocht sie mit halb Wasser und halb Wein, bis sie weich sind,
preßt sie durch ein Tüchlein, tut sie in eine kleine Zinnschüssel,
von dem Kirschsaft daran, so groß man ein Teller haben will, läßt
den Saft so lang als ein paar harte Eier an den Hausblasen aufkochen, und füllt
es auf Teller. Soll das Gelee noch süßer werden, so wird ein Stücklein
Zucker darein getan.
Gelee von dürren Kirschen
Man nimmt einen Schoppen gedörrte Weichseln, im Ermangelungsfall auch einen
Schoppen schwarze Kirschen, stößt sie ein wenig, und setzt sie mit halb
Wasser und halb Wein zu. Sind es aber süße oder schwarze Kirschen, so
nimmt man eine halbe Maß lauteren Wein, kocht das eine sowohl als das andere
bis auf die Hälfte ein, preßt sie durch, und läßt sie stehen.
Zu einer Saladier (Salatschüssel) von mittlerer Größe wird ein halbes
Pfund geraspeltes Hirschhorn mit einer halben Maß Wasser in einem reinen Geschirr
zugesetzt, so lange gekocht, bis noch ein halber Schoppen übrig ist, fest durch
ein Tuch gepreßt, und auch stehen gelassen. Hierauf tut man die am Zucker
abgeriebenen Schalen von 2 Zitronen, den Saft derselben, noch ein starkes Viertelpfund
Zucker, ein Quint ganzen Zimt, und 4 ganze Nägelein zusammen in eine Zinnschüssel
oder Kastrol, den ausgepreßten Kirschsaft
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