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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 402: Gelee, Creme und Kompott, Gelee von Himbeeren
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und das gestandene Hirschhorn dazu, kocht es eine Viertelstunde auf Kohlen, schlägt
4 Eiweiß zu Schaum, rührt ihn auch daran, gießt es dann langsam
durch eine Serviette oder Durchseihtuch, und läßt es stehen, bis es gesulzt
ist.
Gelee von Himbeeren
In einen zweimäßigen Topf oder Hafen nimmt man 2 Maß auserlesene
Himbeeren. Es muß aber ein steinernes oder ganz glasiertes Geschirr sein.
Wenn die Himbeeren darin sind, wird der Hafen mit einem zarten weißen Tuch
zugebunden, in einen Kessel oder in eine tiefe Pfanne mit siedendem Wasser gesetzt.
Das Wasser muß halb darüber gehen, und immerfort sieden, nur daß nichts
oben hineinlaufen kann. Wenn es eine Viertelstunde gesotten hat, läßt
man den Saft durch das zugebundene Tuch in ein reines Geschirr laufen, ohne den
Hafen aufzumachen, setzt ihn wieder in das siedende Wasser, läßt es nach
einiger Zeit wieder durchlaufen, und so 3 bis 4 Mal, bis kein Saft mehr durch das
Tuch läuft. Die Zeit darf man sich aber dabei nicht lang werden lassen, weil
es etwas langsam geht. Zu einem Schoppen durchgelaufenen Saft nimmt man 3 Viertelpfund
feines Raffinat (Zucker), siedet beides in einem reinen Geschirr zusammen, schöpft
das Unreine fleißig mit einem silbernen Eßlöffel ab, und probiert
es auf einem Teller. Sobald es sich sulzt (gesteht), ist das Gelee fertig. Dann
läßt man es kalt werden, und füllt es in Geleegläslein oder
in ein Porzellangeschirr. Dieses Gelee hält sich das ganze Jahr durch. Hat
man
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