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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 118: Klöße, Puddings und Mehlspeisen, Rührei
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Arme Leute backen sie, anstatt in Butter, in abgedünstetem Rüböl
(Rapsöl).
Rührei
Man quirlt 6 bis 8 Eier mit so viel Mehl und Milch zusammen, daß es eine dicklich
flüssige Masse wird, gibt etwas Salz dazu, läßt in einer Kasserolle
ein gut Stück Butter zergehen, auch wohl einige zerpflückte, abgegrätete
Picklinge darin aufsteigen, schüttet die Masse hinein und läßt sie
unter beständigem Rühren gar werden.
Gefüllte Eier
Siede Eier in Wasser hart. Lege sie in kaltes Wasser und mache die äußere
Schale ab. Schneide sie dann länglich durch, mache die Dotter heraus, drücke
die letzteren mit dem Rührlöffel klein, mische klar geriebene Semmeln,
etwas Salz und so viel süße Sahne darunter, daß es ein steifer
Brei wird, fülle diesen in die Eierhälften zurück, kerbe die Wölbung,
welche das Füllsel bildet, mit dem Messer, und backe die Eier in einem flachen
Tiegel, das Gefüllte nach unten gelegt, in Butter braun. Man tischt diese Eier
mit einer Milch oder Vanillesauce auf.
Spiegel Eier
In einer eisernen Pfanne oder breitem flachen Tiegel, läßt man ein Stück
Butter zergehen, schlägt die Eier behutsam eins nach dem andern hinein, bestreut
sie leicht mit Salz, fährt mit einer glühenden Schaufel einige Mal darüber
hin und her, und wenn das Eiweiß geronnen ist, schüttet man die Eier,
ohne sie aus ihrer Lage zu bringen, vorsichtig auf die Schüssel. Es schmeckt
nicht übel, wenn man zerstückle Picklinge,
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