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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 117: Klöße, Puddings und Mehlspeisen, Pfannkuchen
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Hefenplinsen
Quirle in einen Zweimaßtopf 1 Nößel laue Sahne, (nimmt man Milch,
so kommen 2 Löffel geschmolzene Butter dazu,) 6 Eidotter und zuletzt das Weiße
zu Schnee, etwas Salz, Muskat, 4 Löffel gute Hefen und 20 Loth Mehl durcheinander,
stelle den Teig, der so dick sein muß, daß er am Löffel hängen
bleibt, an einen warmen Ort, laß es aufgehen bis der Topf bald voll ist, und
backe die Plinsen wie vorher gesagt. Sobald eine fertig ist, bestreicht man sie
mit Butter, streut Zucker darauf und schichtet sie so aufeinander, bis sie fertig
sind.
Kann man Heide- (auch Buchweizenmehl genannt) haben, so ist dieses zum Backen der
Plinsen dem Weizenmehl weit vorzuziehen.
Eierkuchen mit Speck
1 Nößel Milch mit 6 Loth Mehl, 4 Loth geriebener Semmel, 6 Eiern, nebst
Salz, in einen Topf recht zerquirlt, dann in die Pfanne geschüttet, worin 4
Loth klein geschnittener Speck gebraten, unter öfterem Losrütteln und
Einstechen mit der Gabel auf einer Seite gar gebacken; dann gewendet, fertig gebacken
und aufgetragen.
Mann kann den Eierkuchen auch über gebratenen Picklingen, Wurst oder Heringen
backen.
Dünne Eier- oder Pfannkuchen
Man rechnet zu 1 Ei, 1 Eßlöffel Mehl, quirlt dies im Verhältnis
mit so viel Milch ein, daß es ein dickflüssiger Teig wird, tut etwas
Salz, fein gewiegten Schnittlauch, auch wohl ein wenig Butter dazu, und backt die
Pfannkuchen, eben so wie die Plinsen, auch nicht viel dicker, in Butter.
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