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  Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834.  
  Seite 123: Braten, Schweinebraten  





  wenn man den Kalbsbraten mit Hering oder Sardellen spickt.


Gefüllte Kalbsbrust

Die Brust, mit so viel Rippen als möglich versehen, wird zwischen Haut und Rippen mit einem scharfen Messer von einander gelöst, so daß sie hohl wird, und diese Höhle sich bis unter den Schulterknochen ausweiten läßt: Die Fülle bereitet man wie folgt: Man rührt 6 bis 8 Loth Butter zu Schaum, schlägt 5 bis 6 Eier hinein, schüttet einen guten Suppenteller voll geriebene Semmeln dazu, verrührt es mit Milch oder Sahne zu einem dicken Brei, tut Zucker, Zimt, kleine Rosinen und gewiegte Zitronenschale nach Belieben hinzu, salzt es ein wenig, füllt die Masse mit einem Löffel über den Rippen in die Öffnung der Brust, näht die Haut durch eine Kreuznaht mit dem Fleischrande der äußersten Rippe zusammen, wäscht die Brust rein ab, bestreut sie mit Salz und brät sie wie den vorigen Braten.


Schweinebraten

Setze den Schweinebraten, gut gesalzen, gleich den Vorigen, mit wenig Wasser in die Röhre. Ist es eine Keule, so ziehe ihr, sobald sie anfängt weich zu werden, die Schwarte ab, spicke sie mit Zimt und Nelken und brate sie unter fleißigem Begießen fertig. Einige Wurzeln und Zwiebeln, beim Aufsetzen in die Pfanne gelegt, können auch diesem Braten nicht schaden. Will man die Keule nicht mit Gewürz spicken, so kann man ein Gemenge von geriebenem Brote, Zitronenschale, gestoßenem Gewürz und Zucker bereiten, mit einem Messer dicht an die fette Seite der abgezogenen Keule andrücken, und unter häufigem


Schweinebraten, Braten
 

 

 


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Kochbuch und Wirtschaftsbuch für Haushaltungen jeder Art. Erster Teil (das Kochbuch).
Wilhelmine v. Sydow, genannt Isidore Grönau. 1834, Erstausgabe, Eupelsche Hofbuchhandlung, Sondershausen.
Rezepte :: Braten, Schweinebraten
kochrezepte.org - Onlineprojekt zum Thema Rezepte, in drei Teilen, nebst Anhang.
Teil 1: Rezepte, Teil 2: Kochbücher, Teil 3: Kochrezepte Lexikon, abschließend: Anhang.
Zu Fulda, begonnen anno 2007.