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Kirschtorte in Blätterteig
Die zum Füllen bestimmte Quantität Kirschen wird ausgesteint, der dabei
ausfließende Kirschsaft mit Zucker auf das Feuer gesetzt, sobald er kocht
tut man die Kirschen mit etwas abgeriebener Zitronenschale hinein und läßt
sie dick einkochen und dann erkalten. Nun rollt man nach Vorschrift einen Tortenboden
von Blätterteig aus, formt einen Rand darum, füllt die Kirschen hinein,
legt eine dünn ausgerollte Decke von Blätterteig oder ein Kreuzgitter
von ausgezackten, mit dem Kuchenrädchen geformten Bandstreifen darüber,
bestreicht sie mit Eigelb und läßt es gelbbraun backen. Eben so kann
man diese Blätter- oder mürben Küchen, wenn man sie ohne Decke macht,
auch mit Eingemachtem oder frischen Zwetschgen und Mirabellen belegen. Schmort man
die Letzteren nicht zuvor, so bestreut man sie mit Zucker, Zimt, gewiegten Mandeln
und gestoßenem Zwieback und belegt sie mit Butterstückchen. Nimmt man
Stachelbeeren dazu, so muß man sie, vor dem Einkochen in Zucker, erst mit
heißem Wasser einmal aufwallen lassen. Man kann auch einen Guß nach
Rezept Punschtorte von Reis oder nach Rezept Englische Königstorte darüber
machen. (Kochbuch, Sydow, 1834)
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