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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 444: Torten, Zuckertorte
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ein Viertelpfund Zucker in eine Kastrol oder messingne Pfanne getan, ein Schoppen
Wein und ein Glas Wasser darüber gegossen. Wenn dies eine Zeitlang gesotten
hat, tut man klein geschnittene Zitronenschalen dazu, legt die Borsdorfer verkehrt
darein, und einen Deckel, der nicht über das Geschirr geht, darauf, und kocht
so lange, bis die Äpfel weich sind, nimmt sie dann vom Feuer weg, und läßt
sie eine Zeitlang zugedeckt stehen, tut die Äpfel auf eine Platte, daß sie
erkalten, nimmt anderthalb Viertelpfund geschälte und zart gestoßene
Mandeln nebst eben so viel gesiebtem Zucker in eine Schüssel, rührt es
mit 4 ganzen und 5 gelben Eiern eine halbe Stunde, schneidet von einer halben Zitrone
die Schale, 2 Loth Zitronat und eben so viel Pomeranzenschalen dazu. Sobald die
Masse dick gerührt ist, tut man das Geschnittene darein, legt das Kompott auf
den Teig in das Potageblech daumenbreit auseinander, füllt die gerührte
Masse dazwischen ein, und backt sie im Ofen gelb.
Auf diese Art werden auch die Gußtorten gemacht, nur daß statt des Kompotts
der Boden mit eingemachten Kirschen, Johannis- oder Himbeeren belegt, und der Guß von
einem halben Pfund Mandeln und Zucker gemacht und ganz darüber ausgebreitet
wird.
Schön geläuterte Zuckertorte
Zu einer großen Torte werden anderthalb Pfund Zucker in einer messingnen Pfanne
oder Kastrol mit einem oder anderthalb Schoppen Wasser so lange auf Kohlen gesotten,
bis der Zucker die Probe hält, wenn man nämlich einen Tropfen auf Stein
fallen läßt, und sich derselbe wie
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