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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 537: Zuckerbackwerk und Konfekt, Zucker-Waldatschen
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und rührt das gestoßene Gewürz, so lange der Honig noch warm ist,
darein. Sobald der Honig kalt ist, bindet man den Hafen zu, und läßt
ihn 3 Tage stehen, indessen wird ein großer guter Lebkuchen auf dem Reibeisen
abgerieben oder gestoßen, und nach Verfluß jener 3 Tage in den Honig
gerührt, welchen man noch 10 Tage stehen läßt. Alsdann wird ein
Viertelpfund Mehl und ein halbes Viertelpfund gesiebter Zucker mit einem Eiweiß zu
einem Teig angemacht. Hat derselbe nicht Feuchtigkeit genug zum wallen, so nimmt
man noch etwas Eiweiß dazu, würgt ihn, wallt ihn ganz dünn aus,
legt von der Honigmasse kleine Kugeln in der Größe einer welschen Nuß auf
den halben Teig, schlägt den anderen Teig darüber, und formt mit dem Backrädlein
kleine Krapfen daraus, legt sie auf ein mit Mehl bestreutes Blech, und backt sie
nur hellgelb, welches aber in keinem heißen Ofen geschehen darf.
Zucker-Waldatschen
Man nimmt ein Pfund feines Mehl auf den Backtisch, breitet dasselbe auseinander,
tut 12 Loth gesiebten Zucker dazu, schneidet drei Viertelpfund frische Butter darein,
mengt dies mit dem Gelben von 12 Eiern untereinander, daß es einen Teig zum
Auswallen gibt, überschlägt denselben einmal wie einen Butterteig, wallt
ihn dann erst 2 Messerrücken dick, sticht runde Kuchen, je nachdem man sie
in der Größe haben will, mit einem Schoppen- oder halben Schoppenglas
aus, legt sie auf mit Mehl bestreute Bleche, backt sie in einem nicht zu heißen
Ofen,
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