|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 519: Zuckerbackwerk und Konfekt, wiener Brot
|
|
| |
von einer Zitrone daran, schneidet viereckige Stücklein Oblaten, streicht von
der Masse eines starken Messerrücken dick darauf, streut grob gestoßenen
schönen Zucker darüber, und backt sie gelb.
Wiener Brot
Ein Viertelpfund Butter rührt man ganz leicht, schlägt 5 Eier langsam
daran, nimmt ein Viertelpfund geschälte und ganz fein gestoßene Mandeln,
ein Viertelpfund gesiebten Zucker und eben so viel feines Mehl dazu, rührt
dies alles noch rechtschaffen zusammen, macht dann von Papier 3 kleine drei Finger
breite Kapseln, bestreicht solche mit Butter, füllt sie von der Masse halb
voll, und backt sie gelb. Wenn sie kalt sind, werden die Brote zu Schnitten geschnitten,
und diese im Ofen gelb geröstet.
Wiener Brötlein
Von 3 Eiern wird das Weiße zu Schaum geschlagen, ein halbes Pfund fein gesiebter
Zucker in einer Schüssel mit dem Schaum eine Viertelstunde gerührt, eine
Zitrone auf dem Reibeisen fein abgerieben, das Abgeriebene, ein Zuckerlöffelein
Zitronensaft nebst 6 Loth feinem Mehl dazu gerührt. Hierauf werden die Bleche
mit Butter bestrichen, und mit einem Löffel kleine Küchlein wie Groschenstücke
aufgesetzt. Bleiben sie ein wenig aufgefetzt stehen, so ist es besser, wenn man
sie, ehe sie in den Ofen kommen, mit Zucker in dem Zuckersieb überfährt.
Nach diesem werden sie gelb gebacken.
|
|
|
|
|