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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 209: Große Pasteten, Weinbackes-Teig
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und das übrige Wein dazu, schafft dieses so lang zu einem Teig, bis er gewallt
werden kann, schneidet solchen zu kleinen Stücklein, und wallt ganz dünne
Böden daraus, daß einer so groß wie der andere wird. Wenn sie fertig
sind, wird ein Viertelpfund Butter zerlassen, ein Boden damit bestrichen, ein anderer
daraufgelegt, und immer so fortgefahren, bis die Böden und die Butter zu Ende
sind; die bestrichenen Böden werden fest zusammengerollt, auf eine Platte gelegt,
und an einem kühlen Ort über Nacht aufbehalten. Den andern Tag wird der
Teig zu 2 Messerrücken dicken Rädlein geschnitten, jedes Rädlein
von unten bis oben zweimal in die Länge und einmal überzwerch gewallt,
daß es ein Messerrücken dickes Blättlein wird, dasselbe mit eingemachten
Kirschen oder Himbeeren gefüllt, ein Kräpflein daraus formiert, neben
herum mit dem Backrädlein geschnitten, und auf ein mit Mehl besätes Blech
gelegt. Ehe die Kräpflein in den Ofen kommen, werden sie mit Zucker überstreut,
und gelb gebacken. Wenn der Teig recht in die Quere (überzwerch) gewallt wird,
so springen sie auf wie Fischschuppen.
Weinbackes-Teig
Man schlägt 6 Eigelb in eine Schüssel, tut einen halben Schoppen guten
Wein, eine Hand voll gestoßenen Zucker und feines Mehl dazu, schafft dies
zusammen so lang in der Schüssel, bis der Teig zum Wallen tauglich ist, nimmt
ihn dann erst auf ein Brett, und würgt ihn nur noch ein wenig, damit er nicht
zu warm wird. Weil junge Leute gewöhnlich heiße Hände haben, so
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