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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 428: Torten, Torte von Kartoffeln
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Torte von Kartoffeln oder Grundbirnen
Die Grund- oder Erdbirnen werden roh geschält, und weich gesotten, doch so,
daß sie nicht zerfallen. Hierauf läßt man sie kalt werden, reibt
sie auf dem Reibeisen, nimmt zu 3 Viertelpfund geriebenen Grundbirnen ein halbes
Pfund gesiebten Zucker, rührt dies in einem Hafen mit 7 ganzen und 7 gelben
Eiern eine Stunde, reibt eine Zitrone auf dem Reibeisen ab, tut es nebst dem Saft
aber nicht eher als kurz vor dem Einfüllen an die Masse, füllt sie in
einen blechernen mit Butter bestrichenen und mit Semmelmehl bestreuten Model, und
bringt sie gleich in den Backofen.
Bei den Grundbirnen-Torten muß hauptsächlich angemerkt werden, daß sie
in keinen kupfernen Model eingefüllt werden dürfen, sonst bleiben sie
sitzen.
Reistorte
Zu einer halbpfündigen Torte brüht man ein Viertelpfund verlesenen und
sauber gewaschenen Reis mit siedendem Wasser, gießt das Wasser nach einer
Viertelstunde wieder ab, einen Schoppen auch etwas mehr alten Wein daran, tut die
klein geschnittene Schale von einer Zitrone, 6 Loth Zucker und ein halbes Loth gestoßenen
Zimt dazu, und setzt dies über Nacht auf Kohlen. Ist der Reis den anderen Tag
nicht eingekocht und weich genug, so kann er noch auf schwache Kohlen gesetzt werden,
bis er ganz dick ist. Von einem guten Butter- oder Weinbackesteig
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