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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 438: Torten, Torte von Brunellen
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Biskuit und 1 oder 2 Äpfel, welche zuvor geschält, zerschnitten und wie
ein Kompott gekocht sein müssen, stößt dies alles zusammen in einem
Mörser fein, rührt es dann in einem Geschirr mit ein wenig gestoßenem
Zimt, 4 Loth fein geschnittenem Zitronat und ein paar Eßlöffeln voll
Zucker untereinander, wallt, wenn altes recht beisammen ist, aus dem Butterteig
2 Böden, legt das Blatt auf einen Bogen Papier, überstreicht es mit dem
zuvor zu Schaum geschlagenem Weißen eines Eies, setzt von der angemachten
Masse Häufchen darauf, bis die ganze Masse zu Ende ist, legt das andere Blatt
darüber, schneidet es neben herum schön aus, oder rädelt es mit dem
Backrädlein, gibt jedem Häufchen einen kleinen Ausschnitt, bestreicht
sie mit dem Eischaum, und backt die Torte in frischer Ofenhitze. Vor dem Auftragen
wird sie mit Zucker überstreut, und mehr warm als kalt zu Tische gegeben.
Torte von Brunellen
Ein Pfund Brunellen (geschälte dürre Zwetschgen) gibt eine Torte von mittlerer
Größe. Die Brunellen werden gewaschen, mit einem Schoppen Wein, einem
kleinen Stück Zucker und etwas klein geschnittenen Zitronenschalen zugesetzt,
wenn sie ganz kurz eingekocht sind, auf eine Platte getan, und mit 1 Quint gestoßenem
Zimt, 2 Loth klein geschnittenem Zitronat und 4 Loth geschälten und länglich
zart geschnittenen Mandeln überstreut. Hierauf formt man von gutem Butter,
oder Weinbackesteig eine Torte, füllt die Brunellen darein, macht ein Gitter
oder einen Deckel darüber, bestreicht sie mit einem verklepperten
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