|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 187: Gemüse, süße Flädlein
|
|
| |
Wenn er fertig ist, wird nach Belieben eine Kirschen-, Hägen- oder Weinsauce
gemacht, der Kuchen auf eine Platte gestürzt, und die Sauce darüber gegossen.
Anmerkung. Sind die Wecken so klein wie gegenwärtig (im J. 1805), so müssen
3 bis 4 zu dieser Portion genommen werden.
Süße Flädlein, eine Nachtspeise
Einen starken Kochlöffel Mehl, 4 Loth geschälte und zart gestoßene
Mandeln, 2 Loth gestoßenen Zucker, und ein wenig Zimt, dies alles rührt
man mit ein wenig süßem Rahm glatt, schlägt 6 Eier darein, und gießt
noch so viel Milch daran, daß der Teig in der Dicke etwas geringer als ein
gewöhnlicher Flädleinsteig wird. Die Flädlein werden auf beiden Seiten
gelb gebacken. Wenn sie alle beisammen sind, schneidet man jedes Flädlein in
3 Teile und stellt sie aufrecht auf ein Zinn, macht dann eine halbe Maß gute
Milch mit etwas Zucker siedend, gießt den halben Teil über die Flädlein,
läßt solche auf Kohlen aufkochen, zieht die andere Hälfte mit 3
Eigelb ab, schüttet dieses, kurz vor dem Auftragen der Platte, daran, und läßt
sie noch ein wenig anziehen.
Eierwürstlein in einer Sauce
5 bis 6 Eier mit ein wenig Zucker verrührt man wohl, wie sonst die gerührten
Eier, in einem Stücklein zerlassener Butter auf den Kohlen, tut solche in eine
Schüssel, ein Viertelpfund abgezogene und grob gestoßene Mandeln, 2 Loth
gewaschene und wohl abgetrocknete kleine Rosinen,
|
|
|
|
|