|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 367: Sulzen, Schweinskopf
|
|
| |
Schlachtbraten genommen, wie man es nötig hat, derselbe wohl geklopft, von
der stärksten Haut gesäubert, wie ein Hase gespickt, eine Stunde auch
länger, wenn es die Zeit leidet, in siedenden Essig gelegt, dann mit Pfeffer,
Nägelein und Salz eingerieben, an einen Spieß gesteckt, mit einem Bindfaden
wohl daran befestigt, der Essig, worin der Schlachtbraten gelegen ist, in die Bratpfanne
geschüttet, etwas Fleischbrühe, ein Lorbeerblatt, eine Zwiebel nebst einigen
Zitronenrädlein dazu getan, der Braten zuerst mit Butter, nach diesem immer
mit seiner eigenen Sauce fleißig übergossen, und ganz langsam gebraten.
Inzwischen wird die Sauce auf folgende Art fertig gemacht: Man nimmt einen Eßlöffel
voll feingeschnittene Charlottenzwiebeln, 4 Loth klein geschnittene Sardellen, röstet
einen starken Eßlöffel Mehl in einem Stücklein Butter gelb, dämpft
die Zwiebeln und Sardellen darin, gießt etwas von der Bratenbrühe und
einen Schöpflöffel Fleischbrühe daran, und tut etliche Zitronenrädlein,
ein Lorbeerblatt und einen Eßlöffel voll Kappern darein. Wenn der Braten
fertig ist, kann die Sauce darüber gegossen, oder besonders dazu aufgestellt
werden.
Sulzen
Einen wilden Schweinskopf zu sieden
Soll ein Schweinskopf gut gesotten werden, und sich lange halten, so muß der
sogenannte
|
|
|
|
|