|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 131: Gemüse, Schweden-Klöße
|
|
| |
das gehackte Kalbsfleisch in einer Schüssel mit 6 Eigelb angerührt, Salz,
Muskaten und der Saft von einer Zitrone dazu getan, und von dem Weißen der
6 Eier ein Schaum geschlagen. - Nun werden von der angerührten Masse runde
oder längliche Klöße ausgebrochen, in dem Eischaum umgekehrt, und
mit Semmel - oder Mutschelmehl stark überstreut. Alsdann zerläßt
man in einem breiten Geschirr ein Viertelpfund Butter, legt die Klöße
darein und backt sie auf Kohlen gelb. Sobald die untere Seite fettig ist, werden
sie behutsam umgekehrt, und wenn sie auch auf der andern Seite gelb sind, warm angerichtet,
zuletzt drückt man noch den Saft von einer Zitrone darüber.
Diese Speise wird als ein Zwischenplättle oder auch als ein zweites Gemüse
gegeben. Die hier angegebene Portion ist für 4 oder 5 Personen genug.
Schweden-Klöße oder Knöpflein
Eine halbe Maß Milch setzt man in einer eisernen Pfanne über das Feuer,
und schneidet für zwei Kreutzer Weck zu Schnitten. Sobald die Milch siedet,
wird der geschnittene Weck nebst dem nötigen Salz darein getan, und gleich
darauf über dem Feuer so viel feines Mehl darein gerührt, bis der Teig
ganz dick ist. Wenn man kein Mehl mehr in dem Teig sieht, ist er fertig. Alsdann
wird die Pfanne bei Seite gesetzt, bis der Teig ein wenig abgekühlt ist. -
Sollen die Klöße nur geschmälzt werden, so macht man Schmalz heiß,
taucht jedesmal einen blechernen Eßlöffel darein, sticht die Klöße
in beliebiger
|
|
|
|
|