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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 548: Zuckerbackwerk und Konfekt, Schnitzbrot
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Nun tut man sie erst untereinander, läßt ein Pfund gewaschene große
und eben so viel kleine Rosinen mit einem Glas Wein aufquellen, nimmt ein Pfund
geschälte Mandeln, die Kerne von einem halben Vierling Nüssen, die Schalen
von 2 Zitronen, 6 Loth Pomeranzenschalen und ebenso viel Zitronat, schneidet dies
alles gröblich, stößt 4 Loth Zimt und ein halbes Loth Nägelein
grob, verließt 2 Loth Fenchel und 4 Loth Anis sauber, und schafft dann alles
zusammen unter die Schnitze und Zwetschgen. Wenn die Brühe von den Schnitzen
und Zwetschgen bis auf einen Schoppen eingekocht ist, wird sie auch dazu genommen,
denn Branntwein oder Kirschengeist macht das Brot trocken. Beim Bäcker nimmt
man nun so viel reifen Teig, als zu 8 Pfund Brot gehört, und schafft ihn nebst
6 Eßlöffeln voll dicker Bierhefen und einem halben Vierling (Würt.
Maß, nicht Gewicht) Mehl stark in die Schnitz- oder Hutzelmasse. Sollte der
Teig zu ring (dünn) sein, so würgt man noch etwas weiter Mehl darein und
läßt ihn in dem Geschirr, bis er reif ist, macht dann nach Belieben Laiblein
daraus, welche man wieder gehen läßt und sie hierauf erst backt. Hierbei
ist aber zu bemerken, daß sie recht ausbacken müssen und nicht zu bald
aus dem Ofen kommen dürfen. Nach dem Backen können sie mit Zuckerwasser überfahren
oder so gelassen werden.
Anmerkung. Man kann statt des Brotteigs vom Bäcker selbst einen Teig verfertigen.
Hierzu nimmt man einen Vierling Weißmehl in eine große Schüssel,
rührt die Hälfte davon mit dem Satz von einer halben Maß Bierhefen
und der zurückbehaltenen Schnitzbrühe an, läßt
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