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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 205: Gemüse, Schnitten vom Hecht
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wenig gebraten, rein von Gräten verlesen, das Fleisch mit etwas Petersilie,
ein wenig Zitronenschalen und einem Stücklein Rindsmark gröblich gehackt
oder klein geschnitten. Hierauf schneidet man 2 Milchbrote zart ein, macht ein Trinkglas
süße Milch mit 4 Loth frischer Butter warm, und gießt es über
das Milchbrot. Wenn es ein wenig erkaltet ist, rührt man's mit 6 Eigelb an,
Salz und Muskaten dazu, schlägt das Weiße der 6 Eier zu Schaum, rührt
das Fleisch zuerst, nach diesem den Schaum, darein, bestreicht eine Serviette so
groß als einen Teller mit Butter, bestreut sie mit gehackten Pistazien, füllt
die Masse darein, bindet sie wie einen Pudding zu, siedet sie eine Stunde im Salzwasser,
schneidet sie hierauf zu Schnitten, macht eine Morchen- oder Zitronensauce darüber,
und läßt sie auf der Kohlpfanne noch ein wenig aufkochen. Ehe sie zu
Tische kommen, wird die Sauce mit 2 Eigelb abgezogen. Diese Speise kann als ein
Abendgemüse, oder mittags als eine Zwischenplatte aufgestellt werden. -
Statt des Hechts kann man auch 2 Brieslein und 2 Euter verwellen, solche klein schneiden,
fein geschnittene Petersilie zu dem Milchbrot nehmen, die Masse, wie bei dem Hecht,
in eine Serviette binden, sie zu Schnitten schneiden, eine Morchen- oder Petersiliensauce
darüber machen, und eben auch als eine Zwischenplatte einsetzen.
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