|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 587: Rezepte Anhang, Einen Schinken zu backen
|
|
| |
Tisch, so wird die Schwarte aufgerollt, der Knochen mit einem ausgeschnittenen weißen
Papier umwickelt, mit einem Band umbunden, der Schinken mit ausgeschnittenen roten
Rüben belegt und mit Laub- und Blumenwerk verziert. Er kann auch über
Nacht in heiße Asche gestellt werden, dann erst ans Feuer gestellt.
Einen Schinken zu backen
Dieser wird eben so lange gewässert wie der vorhergehende, und auch eben so
rein gewaschen. Hierauf nimmt man so viel reifen Brotteig, als zu einem Laib Brot
erforderlich ist, wällt ihn nach der Form des Schinkens aus und bestreut ihn
unten mit grünen oder dürren Kräutern. Wenn der Schinken abgetrocknet
ist, wird derselbe darauf gelegt, der andere Teig darüber geschlagen, der Schinken
an allen Orten wohl verwahrt, daß kein Dampf daraus kann, dann ein Blech mit
Mehl bestreut, der Schinken darauf getan und in einem Bäckerofen gebacken.
Er braucht 2 Stunden Zeit, bis er fertig ist. Wenn davon gegessen wird, kann das übrige
immer wieder im Brot aufbehalten werden.
Bei Aufbewahrung der Schinken im Sommer ist es sehr gut, wenn sie stark mit Buchenasche
eingerieben werden, weil sie dadurch vor den Milben gesichert sind.
|
|
|
|
|