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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 29: Suppen, Sauerampfer-Suppe
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langsam gekocht, ein Stücklein frische Butter daran gerührt, kräftige
Fleisch- oder Hühnerbrühe nachgegossen, und mit ein wenig Muskatblüte
immer langsam bis zur Dicke eines Gerstenschleims fortgekocht.
Sauerampfer-Suppe
Hiezu wäscht man eine starke Hand voll Sauerampfer, hackt sie, röstet
einen kleinen Kochlöffel voll Mehl in einem Stücklein Butter, läßt
den Sauerampfer darin dämpfen, tut einen halben Schoppen guten sauren Rahm,
ferner Fleischbrühe, Muskatnuß oder Blüte dazu, zieht 3 Eigelb mit
der Suppe ab, und richtet sie über gebähtes Milch- oder Weißbrot
an. - Es können auch von den Knöpflein, welche nach den Suppen kommen,
darein gemacht werden.
Suppe von Schnepfen oder Lerchen
Sie kann von übriggelassenen Schnepfen oder Lerchen gemacht werden. Die Beine
werden gestoßen, in einem Stollhafen oder Kachel mit einem Stücklein
Butter gedämpft, alle Arten Wurzeln, etliche ganze Zwiebeln und eine Brotrinde
dazu getan. Wenn dies alles zusammen recht verdämpft ist, wird gute Fleischbrühe
daran gegossen, so viel man zur Suppe nötig hat. Wenn sie gekocht hat, treibt
man es durch ein Haarsieb, und erhält es bis zum Anrichten heiß auf den
Kohlen; von einem Weck oder Milchbrot werden inzwischen runde Schnitten gemacht
und im Schmalz gelb gebacken, oder hat man etwas übrig von Braten, oder Leberlein,
Magen, auch etwas von Schnepfenfleisch, auf jeden Fall dürfen es auch Brieslein
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