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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 477: Hefebäckerei, Sächsisches Brot
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Sächsisches Brot
Man nimmt ein halbes Viertelpfund (4 Loth) feines Mehl in eine große Schüssel,
läßt es durchaus warm werden, rührt von dem inneren Mehl ein Teiglein
von 4 Eßlöffeln voll guter Bierhefen und einem Schoppen warmer Milch
an, läßt es gehen und macht 3 Viertelpfund frische Butter in einem reinen
Geschirr warm. Sobald der Teig gegangen ist, tut man 2 ganze Eier und von 2 anderen
das Gelbe, 4 Loth gesiebten Zucker, und zuletzt noch ein halbes Loth Salz in den
reifen Teig, klopft denselben so lange bis er sich von dem Löffel schält.
Noch besser ist es, wenn der Teig mit der Hand geschafft wird, und sich davon losschält.
Hierauf nimmt man ein Viertelpfund großer und eben so viel kleine Rosinen,
beide Sorten zuvor gehörig verlesen und sauber gewaschen, nebst einem Viertelpfund
geschälter und länglich grob geschnittener Mandeln auch zu dem Teig, schafft
dies voll hinein, bestreicht 2 Bögen Papier mit Butter, macht 2 lange Laiblein
von dem Teig, und läßt sie bei gelinder Wärme gehen. Wenn sie reif
sind, werden sie mit einem Ei bestrichen, und in frischer Ofenhitze gebacken.
Böhmisches Brot
Zu einem Vierling (der vierte Teil eines Württembergischen Simri) feinem Mehl,
welches zwei große Kuchen gibt, gehört der Satz von einem Schoppen Bierhefen,
anderthalb Loth Salz, fünf Viertelpfund Butter, ein halbes Pfund Zucker, 8
ganze Eier und von 8 anderen nur das Gelbe, 1 Quint gestoßene Muskatblüte,
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