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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 385: Gelee, Creme und Kompott, rote Gelée
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Rosen, oder Pomeranzenblütenwasser und 4 Loth Zucker dazu, läßt
dies zusammen in einer Kastrol unter beständigem Rühren aufkochen, drückt,
wenn es siedet, den Saft von einer Zitrone darein, erhält es noch ein wenig über
dem Feuer, bis es gerinnt, gießt es in ein Tuch, läßt es rein ablaufen,
nimmt es dann in einen Seiher, schneidet 3 bis 4 Loth ganz frische Butter darein,
rührt es wohl unter einander, treibt es hernach mit einem neuen Kochlöffel
auf einen Teller oder auf eine kleine Platte durch, es wird wie kleine Würmer,
streut Zucker und Zimt darüber, und gibt es kalt.
Rote Gelée oder Sulz
Anderthalb Schoppen guten Wein, 6 Loth Zucker, 4 Eßlöffel voll Essig,
6 Pfefferkerne, 2 Loth gebröckelten Zimt, den Saft von 3 Zitronen und die klein
geschnittene Schalen derselben rührt man zusammen eine halbe Stunde in einem
Hafen, bindet ihn zu, und läßt es über Nacht stehen. Den anderen
Tag spannt man eine Serviette über 4 Stuhlfüße, legt ein Fließpapier
darauf, auf dieses ein rein wollenes Tüchlein, schüttet das Verrührte
darauf, und läßt es langsam durchlaufen. Inzwischen werden 2 Loth feine
Hausblasen geschnitten, in einem Glase Wasser gekocht, und durch ein zartes Tüchlein
gepreßt. Das Durchgepreßte gießt man nebst 4 Tropfen Zimtöl
an das Durchgelaufene, kocht für 2 kr. Spanischen Flor in ein wenig Zuckerwasser,
und tut es auch in die Sulz, läßt dann alles zusammen nur ein wenig auf
Kohlen kochen und füllt es in Schalen oder Saladieren (Salatschüsseln).
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