|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 388: Gelee, Creme und Kompott, Reis-Flammerie
|
|
| |
gibt man's als eine Zwischenplatte, ohne Sauce aber zum Dessert wie eine kalte Creme.
Anmerkung. Die Tassen werden, ehe der Reis eingefüllt wird, mit Rosen- oder
Orangenwasser, in allen Fällen aber mit frischem Wasser angefeuchtet.
Creme von Reis
Ein Viertelpfund verlesenen und sauber gewaschenen Reis brüht man eine Viertelstunde
mit siedendem Wasser, gießt das Wasser wieder ab, und anderthalb Schoppen
siedende Milch daran. Wenn es wie zu einem Reisbrei gekocht ist, treibt man's mit
einem Schoppen süßem Rahm durch ein Haarsieb, rührt 6 Eigelb mit
dem Durchgetriebenen an, preßt es wieder durch das Sieb, nimmt die am Zucker
abgeriebene Schale von einer Zitrone, 2 Loth klein geschnittenen Zitronat nebst
ein wenig gestoßenem Zucker dazu, rührt dies alles stark unter die durchgepreßte
Milch, gießt sie auf eine Platte, stellt diese in ein Geschirr, worin siedendes
Wasser ist, oder setzt sie auf schwache Kohlen, und einen Deckel mit schwachen Kohlen
darüber. Es darf keine Farbe bekommen, sondern nur fest werden. Wird es aber
ins siedende Wasser gesetzt, so muß es immerfort sieden, welches bei allen
gesottenen Cremes zu bemerken ist. Wenn es kalt ist, wird es mit Zucker bestreut,
und mit einem glühenden Schäuflein gebrannt.
Reis-Flammerie mit Wein
Für 4 bis 5 Personen kocht man ein Viertelpfund Reis in einer halben Maß Milch
ganz dick
|
|
|
|
|