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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 602: Rezepte Anhang, Rahmsulz
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und die Brust vom welschen Hahn können auch gespickt werden.
Alle großen Braten, wenn sie gut mit Papier verbunden und nicht zu lange im
Ofen bleiben, können auf diese Art gebraten werden. Zwei Stunden ist die beste
Zeit.
Rahmsulz
Zu einer halben Maß Milch wird das Weiße von 6 Eiern mit 2 Eßlöffel
voll Rosen- oder Pomeranzenblütenwasser verrührt, zuvor aber ein Kochlöffel
feines oder Stärkmehl mit der Milch glatt angerührt. Alsdann kommt das
verrührte Eiweiß dazu und nach diesem die Milch vollends hinein. Dies
wird nun zusammen unter beständigem Rühren auf einem nicht sehr starken
Feuer gekocht, weil es gern anbrennt. Aus eben diesem Grund darf man's auch nicht
lange kochen lassen. Wenn die Sulz fertig ist, wird sie auf Porzellan angerichtet
und kalt aufgestellt. Sie kann auch ganz ohne Mehl gemacht werden.
Nötige Bemerkung wegen der messingnen oder kupfernen Geschirre
Wenn etwas in einer messingnen Pfanne gekocht wird, so muß das Gekochte sogleich
nach der Wegnahme vom Feuer in ein irdenes Geschirr getan werden, bis es gebraucht
wird, denn es ist nach der allgemein gemachten Erfahrung für die Gesundheit äußerst
schädlich, wenn eine Speise in einem messingnen oder kupfernen Geschirr stehen
bleibt.
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