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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 464: Kuchen, Radankuchen
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Schnitzen, siedet sie zuvor im Wasser, nimmt sie wieder mit dem Schaumlöffel
heraus, kocht sie mit einem Stücklein Zucker und einem halben Schoppen Wein
vollends aus, läßt sie kalt werden, mengt sie unter die gerührte
Masse, bestreicht eine Kastrol oder ein rundes Blech mit Butter, bestreut es mit
Mutschelmehl, füllt die Masse darein, und backt sie wie einen Kirschkuchen
auf Kohlen oder im Ofen.
Radankuchen
Anderthalb Viertelpfund Butter rührt man leicht, schlägt 9 Eier langsam
darein, nimmt zwei und ein halbes Viertelpfund (20 Loth) feines Mehl, 2 starke Eßlöffel
voll gesiebten Zucker und 3 Eßlöffel Bierhefen dazu, rührt dies
mit warmem süßem Rahm wohl an, bis der Teig in der Dicke wie ein Straubenteig
ist, bestreicht eine Schneckenform mit Butter, bestreut sie mit geschnittenen Mandeln,
und über die Mandeln gestoßenen Zucker. Wer Rosen- oder Pomeranzenblütenwasser
liebt, kann auch einen Eßlöffel voll oder auch geschnittene Zitronenschalen
in die Masse tun. Hierauf läßt man den Kuchen gehen, und backt ihn in
frischer Hitze.
Rahm-(Rohn-)Kuchen
Ein Kuchenblech belegt man nebst dem ganzen Rand herauf mit einem Boden von Butterteig,
rührt einen Kochlöffel feines Mehl mit 4 Loth gestoßenem Zucker,
von einem Schoppen süßem Rahm zuvörderst glatt an, 10 ganze Eier
darein, nach diesem einen Schoppen sauren Rahm, und den übrigen süßen
vollends dazu, streut 4 Loth
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