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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 463: Kuchen, Quittenkuchen
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Mandeln mit etwas Zucker, Zimt, ein wenig geriebenem mürbem Brot, oder in dessen
Ermangelung mit ein wenig Semmelmehl, bestreut damit den Kuchen, schneidet kleine
Stücklein Butter darauf, und backt ihn gelb. Er kann auch auf Kohlen gebacken
werden.
Kuchen von Borsdorfer-Äpfeln
Zu einem Kuchen für 4 Personen schält man 8 große Borsdorfer-Äpfel,
reibt das Mark an dem Reibeisen bis an den Butzen oder das Kernhaus ab, nimmt das
Abgeriebene nebst einer Hand voll Zucker und 4 Loth gewaschene kleine Rosinen in
eine Schüssel, rührt das Gelbe von 6 Eiern nebst 3 Eßlöffeln
voll Kirschgeist daran, schlägt das Weiße von 3 Eiern zu Schaum, und
rührt ihn zuletzt darein, macht hierauf in einem eisernen oder irdenen Geschirr
4 Loth Schmalz heiß, setzt es wieder vom Feuer weg, füllt die angerührte
Masse darein, deckt einen Deckel mit Kohlen darauf, setzt es auf schwache Kohlen,
und läßt es langsam aufziehen. Es kann als eine Nachtspeise statt eines
Gemüses aufgestellt werden.
Zu einem Quittenkuchen
reibt man 2 altgebackene Kreutzerwecken oder Weißbrote ab, weicht das Innere
in gute Milch ein, rührt ein Viertelpfund Butter leicht, schlägt 3 ganze
und 4 gelbe Eier darein, drückt den eingeweichten Weck fest aus, rührt
ihn nebst 1 Quint gestoßenem Zimt, der klein geschnittenen Schale von einer
Zitrone, 4 Loth gestoßenem Zucker und dem Saft von einer halben Zitrone darein,
schält 2 bis 3 Quitten, schneidet sie zu kleinen
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