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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 358: Braten, Marcassin, junges Wildschwein
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so werden sie mit Salz, Nägelein und Pfeffer eingestreut, an einen Lerchenspieß gesteckt,
und mit Butter saftig auf Kohlen gebraten, damit keine Flamme daran kommt. Wenn
sie halb fertig sind, reibt man eine Hand voll Brotbrosamen auf dem Reibeisen, vermengt
es mit Salz, Pfeffer und Nägelein, überstreicht die Lerchen damit dick,
und brät sie so lang aus, bis das Brot gelb ist. Alsdann werden sie auf eine
Platte gelegt, und als Braten aufgesetzt, oder zum sauren, auch Bayrischen Kraut
gegeben. Man kann sie auch in einer Kastrol oder Kachel braten.
Einen Marcassin (junges Wildschwein) oder Frischling zu braten
Nach dem Brennen kann man's 1 auch 2 Tage einbeizen. Wenn es hierauf gebraten werden
soll, so wird es mit Salz, Nägelein und Pfeffer eingerieben. Hat man ein Stücklein
Schwarz- oder Rotwildbret oder von einem übriggelassenen Wildbraten, so wird
dasselbe nebst einer Zwiebel, einem Stücklein Speck, einer halben Zitrone und
einer Hand voll geriebenen Brotbrosamen klein gehackt, und dies alles in einer Schüssel
mit einem Eßlöffel Kappern, 3 Eßlöffel voll Essig und 1 Ei,
ein wenig Salz, Pfeffer und Nägelein angerührt, der Frischling damit gefüllt,
mit bestrichenem Papier umbunden, an den Spieß gesteckt, mit einer Spicknadel
hin und wieder gestupst und langsam gebraten. Wenn er halb fertig ist, wird das
Papier abgenommen, und der Frischling vollends ausgebraten, während diesem
zuweilen mit der Sauce aus der Bratpfanne übergossen, oder wenn er rösch
werden soll, mit einem Stücklein
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