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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 380: Sulzen, Mandelsulz
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Alsdann wird er in ein Geschirr gelegt, und zugedeckt, die Sulz durch einen Seiher
gegossen, die Fette rein abgeschöpft, wieder auf Kohlen gesetzt, von 6 Eiweiß ein
Schaum geschlagen, und an die heiße Sulz gerührt, bis sie sich scheidet.
Nun läßt man die Sulz entweder durch ein Filtriertuch laufen, oder bindet
eine Serviette an 4 Stuhlfüße fest, und gießt die Sulz darauf,
bis sie hell abläuft. In ein rundes oder ovales Geschirr einer Hand hoch tut
man nun von der Sulz, und läßt sie stehen, bis sie ganz fest ist. Dann
wird sie mit Zitronenrädlein, ausgeschnittenem Lorbeerlaub und halben geschälten
Mandeln belegt, der Schlegel darauf getan, und die übrige helle Sulz voll darüber
gegossen. Wenn es recht fest zusammen gestanden ist, wird das Geschirr in heißes
Wasser gestoßen, auf eine Platte gestürzt, und mit Laubwerk garniert.
Auch kann man diesen Schlegel auf eine Tischplatte legen, und die Sulz darüber
gießen. Wenn die zurückgebliebene Sulz fest ist, garniert man von derselben
den Schlegel oben, und legt Mandeln und Zitronenrädlein dazwischen.
Mandelsulz
Ein Viertelpfund geschälte und mit Pomeranzenblüten- oder Rosenwasser
fein gestoßene Mandeln nimmt man nebst einem kleinen Kochlöffel Stärkemehl
in eine Kastrol oder messingne Pfanne, verrührt 6 Eiweiß stark in einem
Hafen, gießt 2 Schoppen süßen Rahm daran, von dem Wasser, womit
die Mandeln abgestoßen worden sind, noch mehr an die Milch, damit sie mehr
Geruch bekommt, rührt die Mandeln und das Stärkemehl
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