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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 484: Hefebäckerei, Mädchenzöpfe
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halbes Loth Zimt, ein Quint gestoßene Nägelein, das am Zucker abgeriebene
Gelbe von 2 Zitronen dazu, verkleppert 4 Eigelb mit einem Trinkglas Wein, würgt
mit diesem sämtliche gemeldete Sachen auf dem Backbrett zu einem leichten Teig,
wallt ihn einmal aus, überschlägt ihn wieder, und schneidet dann Stücklein
ab. So groß nun ein Schlick werden soll, so groß wird er geflochten.
Nun bestreicht man ein Blech mit Butter, legt die Schlicke darauf, und backt sie
im Ofen gelb.
Mädchenzöpfe
Ein Pfund Mehl wird in eine Schüssel getan, mit 2 Eßlöffeln voll
Bierhefen und ein wenig warmer Milch, in der Mitte des Mehls ein Teiglein angerührt,
welches mau bei gelinder Wärme gehen läßt. Hierauf nimmt man von
einer halben Zitrone die klein geschnittene Schale, 2 große Eßlöffel
voll gesiebten Zucker, ein wenig Anis, 3 Eßlöffel voll Rosenwasser, 4
Loth Zitronat, 8 Loth frische Butter, rührt dies alles zusammen nebst 4 Eigelb
an den Teig, schafft ihn, bis er zum Würgen recht ist, nimmt ihn dann auf ein
Brett, und würgt ihn so lange, bis der Anis herauszufallen anfängt. Alsdann
werkelt man 2 Finger lange und eines Fingers dicke runde Stäbe, daß ein
3 oder 4schlichtiger Zopf daraus geflochten werden kann, bestreut ein Blech mit
Mehl, legt die Zöpfe der Länge nach darauf, und läßt sie wieder
recht reif werden. Nach dem Gehen werden sie mit einem Ei bestrichen, mit geschälten
entzweigeschnittenen Mandeln stark
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