|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 135: Gemüse, Leberklöße
|
|
| |
Milch daran, und klopft den Teig wohl. Sobald er sich von der Schüssel und
dem Rührlöffel losschält, hat er seine rechte Dicke. In einem hohen
runden Geschirr wird nun Wasser und Salz siedend gemacht, daß der Kloß genug
Platz hat, wenn der Teig zum zweiten mal gegangen ist, wird er rund gemacht, in
das siedende Wasser gesetzt, ein passender Deckel darauf getan, daß der Dampf
beisammen bleibt, und eine starke halbe Stunde gesotten, inzwischen schneidet man
etwas Petersilie klein, und einen halben Kreutzerweck gewürfelt. Wenn der Kloß fertig
ist, legt man ihn auf eine Platte, macht schnell mit einem Eßlöffel 3
Ritze darein, schneidet aber ja nicht, streut die Petersilie darüber, röstet
den geschnittenen Weck gelb in einem großen Stücke Butter, schmälzt
den Kloß damit, und bringt ihn gleich zu Tisch. Diese Speise darf nicht mit
dem Messer geschnitten, sondern nur mit der Gabel auseinander gerissen werden.
Leberklöße
Auf einen Tisch zu 8 Personen wird eine Kalbsleber genommen, gehäutet, das
Adrige davon geschnitten, mit Petersilie, 8 Loth Speck, Zwiebeln und ein wenig Majoran
gehackt. Alsdann schneidet man 2 Weißbrote oder Kreutzerwecken zu Schnittlein,
gießt einen Schoppen Milch darüber, tut die gehackte Leber dazu, Salz,
Pfeffer, Nägelein nebst 2 Eiern daran. So viel diese Masse Mehl erfordert,
wird dazu genommen, damit aber der Teig nicht zu fest wird, macht man ihn nur leicht
zusammen, und rührt ihn nicht. Die Klöße werden nun länglich
|
|
|
|
|