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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 436: Torten, Kirschtorte
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nebst 4 Loth gestoßenem Zucker und 1 Quint Zimt mit einem Ei und 6 Eßlöffeln
voll süßem Rahm angerührt, und die Masse auf dem Boden des Butterteigs
ausgebreitet. Hierauf zupft man halb saure und halb schwarze Kirschen ab, legt sie
dicht nebeneinander auf die Masse, verkleppert 6 Eier stark mit einer Hand voll
gestoßenem Zucker und einem halben Schoppen dickem süßem Rahm,
gießt dies über die Kirschtorte und backt sie gelb.
Kirschtorte auf andere Art
Zu einer Torte von einem halben Pfund Butter werden ein Pfund saure und eben so
viel süße schwarze Kirschen ausgesteint, in einer Kastrol oder messingnen
Pfanne mit einem Viertelpfund Zucker, ohne etwas weiter daran zu tun, auf Kohlen
langsam gekocht, und sobald sie eingekocht sind, nebst einem Quint gestoßenem
Zimt in ein Geschirr getan. Den Abend zuvor verwellt man 2 Maß gute Milch,
teilt sie in 4 Häfen, stellt solche in den Keller, nimmt den anderen Tag den
aufgeworfenen Rahm ab, rührt ihn an die gekochten Kirschen, und setzt die Torte
also auf. Der verfertigte Butterteig wird zerschnitten und in 2 gleiche Teile gewallt,
der eine Boden in der Größe eines kleinen Tellers ausgeschnitten, der
andere nicht aufgeschnittene Teil auf ein Blech gelegt, neben von einem verklepperten
Ei bestrichen, der ausgeschnittene Teil darauf gelegt, neben herum in Schuppen ausgeschnitten,
oben wieder bestrichen, die Torte blind (leer) halb gebacken, dann erst mit den
gekochten Kirschen gefüllt, vollends ausgebacken, und vor dem
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