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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 15: Suppen, Kirschensuppe
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Suppe von Kernengries oder Griesmehl
Dies muß guter Kernengries sein, dann macht man Fleischbrühe siedend,
so viel zur Suppe nötig ist, rührt 2 bis Z Hände voll darein, läßt
sie mit etwas Muskatnuß kochen; vor dem Anrichten zieht man 3 Eigelb ab, und
richtet die Suppe darüber an.
Kirschensuppe von frischen Kirschen
Aus 2 Pfund Kirschen nimmt man die Steine, röstet einen kleinen Kochlöffel
Mehl in einem Stücklein Butter gelb, tut die ausgesteinten Kirschen darein,
und verdampft sie wohl. Haben die Kirschen nicht viel Fleisch, so dürfen sie
auch mit samt den Steinen genommen werden. Man gießt hierauf zur Hälfte
Wasser und zur Hälfte Wein daran, tut eine halbe abgeriebene Zitrone, etwas
gestoßenen Zimt, 3 gestoßene Nägelein und so viel Zucker dazu ,
als man's süß haben will. Die Weißbrot- oder Weckschnitten werden
im Schmalz (Schmelzbutter) gebacken, oder auf dem Rost geröstet, und die gekochten
Kirschen darüber angerichtet.
Andere Art von dürren Kirschen
Zu 6 Personen werden anderthalb Schoppen dürre Kirschen gewaschen, im Mörser
aber nicht zu klein verstoßen, sondern nur die Steine zerknirscht, und in
einem Geschirr mit einer Maas Wasser zugesetzt. Wenn die Kirschen eine halbe Stunde
gekocht haben, so treibt man sie mit 3 Schoppen Wein durch einen engen Seiher oder
Sieb, tut, wie vorgemeldet, Zitronen, Zimt
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