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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 14: Suppen, Karpfen-Suppe
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Karpfen-Suppe
Einem zweipfündigen Karpfen zieht man, wenn er gesäubert ist, die Haut
ab, und reinigt das Fleisch von den Gräten. Diese samt dem Kopf, einigen großen
Zwiebeln und einer Hand voll Petersilie werden zusammen klein gehackt, ein kleiner
Kochlöffel Mehl und die gehackte Gräte in einem guten (ziemlich großen)
Stück Butter gedämpft, gute Fleisch - oder helle Erbsenbrühe daran
gegossen, ein Lorbeerblatt und von allen Sorten ganzes Gewürz dazu getan, und
rechtschaffen gekocht, alsdann durch ein Haarsieb getrieben. Das Fleisch von dem
Fisch wird nebst etwas Petersilie und Zwiebel ebenfalls klein gehackt, und in einem
Stücklein Butter mit etwas Mehl wohl gedämpft, die durchgetriebene Brühe
daran gegossen, noch eine halbe Stunde durchgekocht, über Weckschnitten, die
im Schmalz gelb geröstet sind, angerichtet, und noch das Gelbe von einigen
Eiern darin abgezogen.
Kartoffeln- oder Grundbirnen-Suppe
Wenn die Kartoffeln oder Grundbirnen roh geschält, mit frischem Wasser zugesetzt
und weich gekocht sind, gießt man das Wasser davon ab, und verrührt sie
recht wohl mit einem Stück Butter, tut Muskatblüte, Ingwer, Petersilie
und Schnittlauch dazu, verdünnet sie wieder mit guter Fleischbrühe, kocht
sie ferner, treibt sie endlich durch einen Seiher, und richtet sie über geröstete
Weckbröckelein an. Hat aber die Suppe ihre rechte Dicke, so sind diese nicht
nötig.
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