|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 363: Braten, gespickte Hühner
|
|
| |
einem Viertelpfund Butter, gießt einen Schöpflöffel Fleischbrühe
oder Wasser daran, preßt sie durch, schöpft die Butter ab, tut die Brühe
in die Bratpfanne, und begießt die Hühner mit der Krebsbutter. Wenn sie
fertig sind, gibt man sie als Braten, und richtet die Sauce durch einen Schaumlöffel
darüber an.
Gespickte junge Hühner
Man brüht sie, bricht das Brustbein aus, spickt sie mit klein geschnittenem
Speck, bestreut ein mit Butter bestrichenes Papier mit Salz und Pfeffer, bindet
es um die Hühner, legt in ihren Leib ein Stücklein Butter, etwas Salz
und Petersilie, welches bei allem zahmen Geflügel geschieht, und tut in die
Bratpfanne ein Lorbeerblatt, eine ganze Zwiebel und ein paar Zitronenrädlein.
Sobald sie gebraten sind, wird die Sauce durch den Schaumlöffel darüber
gegossen.
Will man die jungen Hühner auf gewöhnliche Art gut braten, so ist die
Hauptsache, daß sie nicht frisch, sondern schon einen Tag zuvor abgetan sind,
wo man sie an den Spieß steckt, fleißig mit Butter begießt, und
langsam brät.
Wilde Tauben zu braten
Die zuvor gerupften und ausgenommenen Tauben legt man 1 oder 2 Tage in Essig, reibt
sie nach diesem mit Salz, Nägelein und Pfeffer ein, spickt die Brust mit fein
geschnittenem Speck, bestreut sie mit Gewürz und Salz, und brät sie entweder
am Spieß oder in einer Kachel. Kommen sie an den Spieß, so tut man ein
wenig Essig,
|
|
|
|
|