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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 383: Sulzen, gelbe Milch
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eine Rose oder Lilie gestaltet. Aus Blech kann sie jeder Flaschner machen, sie muß aber
3 oder 4 kleine Füße haben, damit das Käsewasser desto besser ablaufen
kann, und der Rand einer Hand hoch sein. Dann wird der Käse in die Form gegossen,
(in 2 Stunden ist er abgelaufen,) nach deren Verfluß auf eine Platte gestürzt,
eine gelbe oder weiße Milch darüber gemacht, und der Käse mit Blumen
geziert.
Gelbe Milch
In eine Kastrol oder messingne Pfanne wird ein kleiner Kochlöffel Stärke-
oder anderes Mehl genommen, mit 2 Eßlöffeln voll süßem Rahm
glatt angerührt, das Gelbe von 8 Eiern darein geschlagen, dies stark zusammen
gerührt, eine halbe Maß siedend gemachte Milch daran gegossen, eine ganze
Zitrone am Zucker abgerieben, das Geriebene auch dazu getan, und die Masse auf Kohlen
unter beständigem Rühren einen Wall aufgekocht. Ist die Sulz nicht süß genug,
so tut man noch ein Stücklein Zucker darein, schüttet sie in einen Hafen,
rührt sie noch eine Viertelstunde stark, gießt sie dann in Schalen oder
Saladieren (Salatschüsseln), und läßt sie im Keller kalt werden.
Noch eine Art süße Milch
Eine Zitrone wird am Zucker abgerieben, dies in einen Hafen genommen, das Gelbe
von 10 bis 12 Eiern darein gerührt, eine halbe Maß siedend gemachter
Rahm daran gegossen, das Angerührte in eine Kastrol oder messingne Pfanne geschüttet,
und auf dem Feuer stark
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