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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 234: Zulagen auf Gemüse, gebackenes Kalbs-Grös
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gesotten, sobald sie weich sind, auf eine Platte gelegt, 2 Kochlöffel Mehl
und etwas Salz mit Milch glatt angerührt, und 5 Eier darein geschlagen. Wenn
der Teig etwas dicker als ein Flädleinsteig ist, tut man klein gehackte Petersilie
oder Schnittlauch darein, kehrt die gekochten Ohren darin um, und backt sie gelb
im Schmalz.
Gebackenes Kalbs-Grös
Wenn das Grös geschleimt und rein geputzt ist, schält man die Drüsen
heraus, siedet es im Salzwasser weich, drückt es fest aus einem kalten Wasser
aus, schneidet es zu ordentlichen Stücklein, kehrt solche wie die Kalbsohren
in dem nämlichen Teig um, und macht sie im Schmalz gelb.
Auf diese Art können Kalbsbrieslein und weich gesottene Kalbsfüße,
auch in 4 Teile zerschnittene junge Hühner oder Tauben gebacken werden.
Kalbsfüße auf andere Art
Von einem halben Schoppen oder etwas mehr süßer Milch kocht man einen
gebrühten Teig, trocknet ihn mit einem Stücklein Butter auf, läßt
ihn ein wenig in einer Schüssel erkalten, und rührt 5 bis 6 Eier eines
nach dem andern darein. Der Teig muß in der Dicke wie ein Strauben-Teig sein,
und ein wenig gesalzen werden. Wenn die Kalbsfüße im Salzwasser recht
weich gekocht, und die stärksten Beine davon sind, werden sie in dem Teig umgekehrt,
und im Schmalz langsam gebacken. Man muß sie fleißig im Schmalz rütteln,
daß sie auflaufen, und sich nicht an der Pfanne anhängen. Sobald
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