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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 291: Ragouts, Eier-Ragout
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man, wäscht sie sauber, setzt sie mit einem Schoppen Wein und einem halben
Schoppen Wasser auf Kohlen, nimmt ein Stücklein Zucker, und ein wenig Zitronenschalen
dazu, röstet 3 Messerspitzen voll Mehl in einem Stücklein Butter gelb,
und tut sie an die Rosinensauce. Wenn sie eine Zeitlang gekocht hat, wird sie auf
die Platte angerichtet, und Zimt darüber gestreut.
Noch eine Art gefüllter Eier-Ragout
So viele Personen, so viele ein oder 2 Eier werden gerechnet, hart gesotten, geschält,
und von einander geschnitten. Das Gelbe derselben nimmt man in eine Schüssel,
verdrückt es wohl mit ein paar Eßlöffeln voll süßem Rahm,
tut ein wenig feingeschnittenen Schnittlauch, Muskatblüte und Salz dazu, rührt
es mit einem Stücklein zerlassener Butter und 2 Eigelb vollends an, füllt
die ausgehöhlten Eiweiß damit, gießt einen Schoppen süßen
Rahm auf eine Zinnplatte, setzt die Eier darein, gibt ihnen unten und oben schwache
Kohlen, und kocht sie langsam. Erfordern sie noch mehr Sauce, so wird derselben
mit süßem Rahm nachgeholfen, und vor dem Auftragen ein wenig Muskaten
und Ingwer in die Sauce getan.
Ragout von jungen Hühnern
Hiezu kann man junge Hühner wie zu einem, Frikassee nehmen. Die Art, wie sie
zu brühen sind, will ich hier anzeigen, weil sie gemeiniglich verbrüht
werden. Wenn die Hühner gestochen sind, wird siedendes Wasser in eine Schüssel
genommen, und mit kaltem Wasser abgekühlt, daß es heißer
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