|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 393: Gelee, Creme und Kompott, Creme in Zuckerteig
|
|
| |
Creme von Tragant
Einen Schoppen süßen Rahm nimmt man in eine tiefe Schüssel, eine
Hand voll gesiebten Zucker, für 2 kr. fein pulverisierten Tragant, und 4 Tropfen
Orangenblütenwasser dazu, spriegelt dies zusammen stark mit dem Schokolade-Spriegel
(Quirl), bis der Schaum in die Höhe steigt. Dann wird er mit einem Eßlöffel
abgenommen, auf ein Porzellangeschirr immer in die Höhe gesetzt, und wenn es
keinen Schaum mehr gibt, auf der Platte mit gehackter Pomeranzenschale verziert.
Creme in einem Zuckerteig
Von 8 Loth Mehl, 4 Loth gesiebtem Zucker, einem Eiweiß, einer Nuß groß Butter,
und ein wenig zerriebener Zitronenschale wird ein fester Teig gemacht, und ganz
dünn ausgewallt, eine tiefe runde Suppenschüssel oder kleine Platte außerhalb
bis an den halben Rand mit Butter bestrichen, der ausgewallte Teig darüber
gelegt, auf der Seite in Schuppen ausgeschnitten, das übrige mit einem Federkiel
wohl gestupst, und in einem nicht allzu heißen Ofen gebacken. Die Zinnschüssel
oder Platte muß auf ein Blech gestellt werden. Sobald es gebacken ist, wird
es auf eine Porzellanplatte umgestürzt. Zur Creme nimmt man eine halbe Maß recht
dicken süßen Rahm in eine tiefe Schüssel, spriegelt ihn stark mit
dem Schokoladespriegel (Quirl), stellt ein Zuckersieb auf eine Platte, und schöpft
immer den Schaum davon ab, bis das Sieb recht voll ist, mengt dann 6 bis 8 klein
gehackte Makronen, und eine Hand voll gesiebten Zucker schnell unter den abgeschöpften
|
|
|
|
|