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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 390: Gelee, Creme und Kompott, Creme a la Coquine
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aber wieder herausgenommen werden muß, nimmt von 6 alten gedörrten Hühnermägen
die Haut ab, stößt sie fein, tut sie in die halbe Maß gesottene
Milch nebst einem Stücklein Zucker, treibt es durch ein Haarsieb, füllt
es in obere Tassen oder Saladieren (Salatschüsseln), stellt es in siedendes
Wasser, und einen Deckel mit ein paar starken Kohlen darüber. Wenn die Creme
ein wenig angezogen hat, nimmt man den Deckel wieder weg, läßt sie in
dem Wasser stehen, bis sie voll gestanden ist, und gibt sie dann kalt.
Die Häute der Hühnermägen werden gesammelt, rein gewaschen und auf
weißem Papier gedörrt oder getrocknet, und in einem Schächtelchen
aufgehoben, daß man sie das ganze Jahr durch benutzen kann.
Creme a la Coquine
Man nimmt einen Schoppen süßen Rahm und eben so viel süße
Milch in ein Geschirr, tut eine halbe abgeriebene Zitronenschale, für 1 kr.
Pomeranzenblütenwasser und 6 zerstoßene Makronen darein, läßt
es so lange auf Kohlen, bis der 3te Teil eingekocht ist, rührt es aber öfters,
daß es nicht anbrennt. Hierauf wird ein halbes Viertelpfund gestoßener
Zucker mit 6 Eigelb wohl verrührt, die gekochte Milch langsam daran gegossen,
noch einen Augenblick über den Kohlen gerührt, dann auf eine Porzellan-
oder andere Platte gegossen, auf schwache Kohlen gesetzt, und ein Deckel mit dergleichen
darüber getan. Wenn die Creme ein wenig gelblich ist, wird sie mit Zucker bestreut,
mit einer glühenden Schippe (Schäuflein) gebrannt, und warm zu Tisch gegeben.
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