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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 100: Gemüse, Bohnen
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streut 2 Hände voll Salz darüber, tut ein Gelege Bohnen darauf, wieder
2 Hände voll Salz darüber, und macht so fort, bis die Bohnen zu Ende sind,
bedeckt sie mit Traubenlaub, legt ein reines leinenes Tuch darüber, und beschwert
sie stark. - Wenn davon gekocht werden soll, muß man sie über Nacht in
frisches Wasser legen, und des Morgens mit siedendem Wasser zusetzen. Sobald sie
nun weich sind, müssen sie wieder mit kaltem Wasser abgeflößt, und
gleich anderen Bohnen mit Fleischbrühe vollends ausgekocht werden. Hierauf
röstet man in einem Stücklein Butter 2 bis 3 Kochlöffel voll Mehl
bräunlich, dämpft eine klein geschnittene Zwiebel und ein wenig Knoblauch
darin, tut dies nebst Petersilie an die Bohnen, und richtet sie an, wenn sie vollends
kurz (bis auf wenig Brühe) eingekocht sind.
Bohnen einzumachen auf andere Art
Hierzu ist eine kleine Stande nötig, welche mit einer hölzernen Schraube
gemacht sein, und unter den letzten Reifen einen Hahnen wie ein Weinfäßchen
haben muß. - Nun werden zarte Bohnen verlesen, aber ganz gelassen. Sobald
diese Arbeit vollendet ist, macht man in einem Kessel oder großen Pfanne Wasser
siedend, wirft die Bohnen hinein, und läßt sie ein paarmal wohl sieden.
Es muß immer Jemand dabei stehen, um die Bohnen unterzutauchen, weil sie sich
in die Höhe begeben, dann werden sie mit einem Seiher in weiße Körbe
getan, damit sie über Nacht abtrocknen. Es ist nicht gut, sie in einem Korb
zu verwellen. Sie bekommen
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