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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 191: Cremes und Flammeris, Schneeberg
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Ein Schneeberg als Creme
Man setzt 1 Maß gute Milch, oder besser Rahm in einer Kasserolle auf das Feuer
und würzt es mit Zucker, Zimt und Zitronenschale, auch wohl statt der beiden
letzteren mit Vanille. Dann schlägt man das Weiße von 16 Eiern zu einem
steifen Schnee, sticht ihn mit einem großen in heiße Milch getauchten
Löffel in Schaumklößen aus, läßt so viele als nebeneinander
Platz haben in die kochende Milch gleiten und deckt die Kasserolle zu. Sowie die
Schneehäufchen aufgekocht haben, wendet man sie um, hebt sie gleich darauf
mit dem Schaumlöffel, durch dessen Löcher man die Milch rein ablaufen
läßt, auf die Anrichteschüssel; fährt so fort bis der Schnee
alle ist, zieht endlich die durchzugießende Milch, in welcher der Schnee gekocht
hat, sobald sie wieder aufsteigt, mit 8 von den vorhandenen Eidotter, die man in
kalter Milch mit einem flachen Eßlöffel voll Kartoffelmehl zerquirlt,
ab, läßt es gelinde damit aufkochen und gießt diese Creme, wenn
sie etwas verkühlt hat, über den Schneeberg, den man nun stark mit Zucker
und Zimt überstreut und kalt auf den Tisch gibt. Statt des Bestreuens mit Zimt
etc., kann man auch eine dünne Schokoladencreme, abwechselnd mit der Milchcreme über
den Schneeberg gießen.
Von den noch übrigen 8 Eidottern, kann man nach Dotterbrot Rezept
Dotterbrot backen, oder eine schöne Nockensuppe machen, indem man 2 Löffel
voll Butter zu Schaum rührt, die Dotter nach und nach dazu tut, endlich 2 Löffel
Mehl hinein rührt, und diese Masse mit dem Löffel ausgestochen, in Fleischbrühe
aufwallen läßt.
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