|
|
| |
Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
|
| |
Seite 209: Früchte einmachen, Quittenbrot
|
|
| |
Cedroschalen (Zitronatzitronenschalen) oder Zitronat
Man schneidet die Früchte, wenn sie noch grün sind, in 1,5 Zoll breite
Streifen, blanchiert sie in Wasser, worin man etwas Zitronensaft getan hat, halb
weich, übergießt sie wieder mit kaltem Wasser, läßt sie ablaufen
und begießt sie mit dünnem geläutertem Zucker; den andern Tag läßt
man die Schalen mit dem Zucker aufkochen, den 3ten Tag kocht man den Zucker allein,
etwas stärker, den 4ten zur Perle und läßt die Früchte einige
Male mit aufkochen, den 5ten Tag kocht man den Zucker zum großen Flug, tut
die Schalen hinein, läßt sie noch einmal mit aufkochen, tut sie in eine
Büchse und verwahrt sie.
Süße oder bittere Pomeranzenschalen
Macht man eben so in Zucker ein. Wenn man sie zuerst in Wasser aufkocht, schneidet
man sie bloß in Hälften. Sind sie jedoch ziemlich weich und in kaltes
Wasser getan, so drückt man das Mark mit den Fingern heraus und macht sie dann
gleich dem Zitronat ein; willst Du sie trocken haben, so koche den Zucker zuletzt
bis zum großen Flug, endlich unter stetem Rühren mit den Schalen, bis
er abstirbt und fest werden will; hebe die Schalen dann mit der Gabel heraus, lege
sie auf Drahtgitter und verwähre sie trocken in Gläsern.
Quittenbrot
Reibe mit einem Tuche das Wollige von den Quitten und schneide die Putzen ab. Koche
sie in Flußwasser recht weich, lege sie auf Siebe und schäle sie. Schabe
das Fleisch bis auf den Kröbs recht ab und reibe es mit einem Messer auf einer
harten Tafel
|
|
|
|
|