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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 208: Früchte einmachen, Quitten-Gelee
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Saft aus, läßt ihn erkalten, füllt ihn auf Bouteillen (Flaschen),
verbindet sie gut und verwahrt sie.
Kocht man Himbeersaft ein, so rechnet man nur 1/2 Pfund Zucker auf 1 Pfund Saft.
Zu dem Kirschsaft stoßen Viele die Kerne mit oder fügen Zimt und Nelken
hinzu.
Gelee von letztgenannten Früchten
Wird eben so, wie der eingekochte Saft dieser Früchte behandelt; nur daß man
den Saft so lange mit dem Zucker kochen läßt, bis einige zur Probe auf
einen Teller geträufelte Tropfen kalt geworden zu Gallert gerinnen. Ehe man
das Gelee aus dem Kessel schüttet, läßt man es noch einige Augenblicke,
wenn es vom Feuer kommt, darin stehen; es bildet sich sogleich eine feine Haut darüber,
welche man abnimmt; dann schüttet man es aus, läßt es erkalten und
füllt es in die Gläser.
Äpfel- und Quitten-Gelee
Man reibt die Früchte sorgfältig ab, schneidet sie in dünne Scheiben
und zerkocht sie mit etwas Wasser. Dann reibt man sie durch ein Haarsieb, filtert
den Saft durch Löschpapier, tut zu 2 Pfund süßen Apfelsaft, 1 Pfund
feinen Raffinatzucker, worauf man, wenn sie zu haben sind, 2 Apfelsinen abgerieben
hat, lasse den Zucker klein geschlagen darin schmelzen, drücke auch wohl den
Saft der Apfelsinen dazu und lasse das Gelee mit dem Zucker, ganz wie das Vorige
behandelt, einkochen.
Macht man das Gelee von Quitten, so rechnet man auf 1 Pfund Saft, 1 Pfund Zucker,
und färbt das Gelee mit etwas Tournesol (Sonnenblume) oder aufgelöster
Cochenille (Karmin) schön rot. Man preßt den Saft durch ein Tuch.
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