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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 149: Backwerk, Punschtorte von Reis
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ausgeschnittenen Zitronatblättern, wie es Dein Geschmack erheischt, oder verziere
den Guß ganz einfach mit buntem Körnerzucker, buntem Streuzucker oder
bilde vermittelst einer feinen, bei dem Klempner dazu verfertigten Spritze, mit
farbiger Gußmasse, Namen oder verschlungene Züge auf die Torte. Ist sie
nun angeputzt, so stelle sie noch 1/4 Stunde in die bereits etwas abgekühlte
Röhre oder auf den warmen Ofen und lasse sie abtrocknen.
Will man den Guß recht glänzend machen, so fahre man, wenn er nach naß ist,
mit einer glühenden Schaufel darüber hin und her.
Bunten Zuckerguß färbt man: braun, mit Schokolade, (wo man dann nicht
ganz so viel Zucker nimmt, als die Vorschrift sagt;) rot, mit etwas aufgelöstem
rotem Karmin; blau, mit etwas in einigen Wassertropfen aufgelöstem blauem Karmin;
gelb, mit etwas aufgelöstem Safran; grün, wenn man das zum Guß bestimmte
Eiweiß, Tags zuvor mit 2 Loth rohem Kaffee in ein Töpfchen stellt. *)
Punschtorte von Reis
Rolle eine flache Torte von Blätter- oder mürbem Teig aus, bilde einen
Rand darum, bestreiche sie mit Ei und backe sie goldgelb.
Laß nun 12 Loth gut verlesenen und gebrühten Reis in Wasser anquellen,
gieße es jedoch, sobald er einige Mal aufgewallt hat, weg, und laß den
Reis mit einem reichlichen Nößel Wein nebst 1 Quentchen Zimt ausquellen;
schütte ihn dann in einen Asch, rühre den Saft und die auf Zucker abgeriebene
Schale
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*) Anmerkung. Bei allen diesen bunten Mischungen muß der Zitronensaft wegfallen.
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