|
|
| |
Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
|
| |
Seite 186: Kleines Backwerk und Konfekt, Pfefferkuchen
|
|
| |
Die länglichen Tafeln kann man auch mit Zuckerguß und buntem Körnerzucker
verzieren.
Will man den dicken Pfefferkuchen zum Kochen verbrauchen, so lasse man die Mandeln,
das Zitronat und alle feinen Gewürze aus dem Teige.
Brauner französischer Pfefferkuchen
Man koche 1 Pfund Honig auf Kohlenfeuer stark, gieße es in einen Asch und
rühre nach und nach 1 Pfund gestoßenen Zucker hinein; rühre es ein
Weilchen, alsdann tue man 1/4 Pfund klein gehacktes Zitronat, 1/4 Pfund eingemachte
Pomeranzenschalen, 1/2 Pfund geschälte und gehackte süße, nebst
einigen bitteren Mandeln, 2 Loth gestoßenen Zimt, 2 Loth Nelken und 2 Loth
Koriander dazu, gieße auch ein wenig Orangenblütenwasser hinzu, und arbeite
alles wohl durcheinander. Tue ferner 2 Loth reine gestoßene Potasche in eine
Tasse, gieße etwas Wasser darüber und laß es eine Stunde stehen,
dann gieße das Wasser ab und so viel Spiritus zu, daß die Potasche bedeckt
ist, rühre es um und schütte es zur Masse. Diese wird nun mit 1 bis 2
Pfund bräunlich geröstetem Mehle zu einem Teig gewirkt, der zum Austreiben
eben recht ist. Laß ihn in einem warmen Ofen aufgehen, dann einen halben Tag
stehen. Alsdann mache Pfefferkuchen nach beliebiger Form davon und backe sie. Wenn
sie aus dem Ofen kommen, so bestreiche sie mit Zimt oder weißer Zuckerglasur.
Die Backhitze darf bei diesem Pfefferkuchen nicht so stark als bei dem dicken sein.
Weißer Pfefferkuchen
Zu 1 Pfund klar gesiebten Zucker nimmt man 8 Eier; mit dem Zucker eine Stunde gerührt,
alsdann
|
|
|
|
|